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Was du vor der Unterschrift im Mietvertrag prüfst

Kaution, Nebenkosten, Kündigungsfristen, Übergabeprotokoll und die Warnsignale bei Mietbetrug.

Fortgeschritten9 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 2026-07-14Verfügbar auf EN · DE

Kurze Antwort

Prüfe im Vertrag vier Punkte: die genaue Aufteilung von Kaltmiete und Nebenkosten, die Höhe der Kaution, die Kündigungsfrist und wer Kleinreparaturen zahlt. Überweise nie Geld, bevor du die Wohnung gesehen und Vermieter:in oder Agentur getroffen hast.

Schritt für Schritt

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    Vollständige Bewerbungsmappe vorbereiten

    Vermieter:innen vergleichen Bewerbungen in Minuten. Halte Ausweis, Einkommensnachweis, SCHUFA-Auskunft und eine kurze Selbstvorstellung als ein PDF bereit.

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    Die Mietstruktur verstehen

    Die Kaltmiete ist die Grundmiete. Nebenkosten kommen obendrauf und werden meist einmal jährlich abgerechnet — eine größere Nachzahlung ist normal, plane sie ein.

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    Die Kautionsklausel prüfen

    Das Gesetz begrenzt die Kaution auf drei Nettokaltmieten und erlaubt drei Raten. Sie muss getrennt vom Vermögen der Vermieter:in angelegt und nach ordnungsgemäßer Rückgabe verzinst erstattet werden.

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    Nach Kostenklauseln suchen

    Klauseln zu Schönheitsreparaturen, Kleinreparaturgrenzen und Renovierung beim Auszug entscheiden darüber, wie teuer der Auszug wird.

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    Auf ein Übergabeprotokoll bestehen

    Halte bei der Übergabe jeden vorhandenen Mangel schriftlich und mit Fotos fest, unterschrieben von beiden Seiten. Dieses eine Dokument entscheidet die meisten Kautionsstreitigkeiten.

Ungefährer Zeitrahmen

Die übliche Kündigungsfrist für Mieter:innen beträgt drei Monate. Befristete Verträge lassen sich oft nicht vorzeitig beenden — prüfe das Enddatum vor der Unterschrift.

Benötigte Unterlagen

  • Ausweis
  • Die letzten drei Gehaltsabrechnungen oder Einkommensnachweis
  • SCHUFA-Auskunft
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, falls vorhanden
  • Angaben zur Haftpflichtversicherung, oft gefragt

Häufige Fehler

  • Kaution oder „Reservierungsgebühr“ zahlen, bevor man die Wohnung gesehen hat — das klassische Betrugsmuster.
  • Unterschreiben, ohne Nebenkosten- und Reparaturklauseln zu lesen.
  • Auf das Übergabeprotokoll verzichten und später die Kaution verlieren.
  • Annehmen, dass Möbel aus den Fotos enthalten sind; lass es schriftlich bestätigen.

Praktische Tipps

  • Ein Mieterverein prüft Verträge für einen kleinen Jahresbeitrag — günstige Absicherung bei langer Mietdauer.
  • Fotografiere die Zählerstände am Einzugs- und am Auszugstag.
  • Antworte auf Besichtigungseinladungen innerhalb einer Stunde: Tempo zählt so viel wie die Mappe.

Checkliste

  • Wohnung persönlich oder durch eine Vertrauensperson besichtigt
  • Kaltmiete und Nebenkosten klar getrennt
  • Kaution innerhalb der gesetzlichen Grenze
  • Kündigungsfrist verstanden
  • Reparatur- und Renovierungsklauseln gelesen
  • Übergabeprotokoll mit Fotos unterschrieben
Regeln, Gebühren und Bearbeitungszeiten unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune und können sich ändern. Prüfe Details immer bei der zuständigen Stelle, bevor du handelst.